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    Bauzins wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst

     

    Die Bauzinsen befinden sich zwar auch Ende des 2. Quartals 2018 nach wie vor auf einem äußerst niedrigen Niveau. Allerdings kommen nur wenige Kreditnehmer in den Genuss, tatsächlich die günstigsten Zinsen am Markt zahlen zu müssen. Häufig wird zwar seitens der Banken mit einem Zinssatz ab 0,80 Prozent geworben, jedoch müssen die meisten Kreditnehmer letztendlich einen (deutlich) höheren Zinssatz zahlen, da es diverse Einflussfaktoren gibt.

     

     

    Welche Einflussfaktoren existieren?

    Der optimale Bauzins, der beispielsweise im Bereich einer fünfjährigen Zinsfestschreibung aktuell bei rund 0,80 Prozent liegt, muss seitens des Kreditnehmers nur dann gezahlt werden, wenn er in gewisser Art und Weise ein optimaler Kunde ist. Dies bedeutet, dass sämtliche Einflussfaktoren, die sich auf die Höhe des Zinses auswirken, für den Kreditnehmer positiv gewertet werden. Doch welche Faktoren sind es eigentlich, die sich bei nahezu allen Banken auf die Höhe der zu zahlenden Bauzinsen auswirken? 

     

    Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren, nämlich:

     

    • Eigenkapitalquote
    • Bonität des Kunden
    • Zinsfestschreibung (Dauer)
    • Sondertilgungsoptionen
    • Sicherheiten
    • Einkommen (Höhe und Art)

     

    Je nachdem, wie der Kreditnehmer bei den jeweiligen Einflussfaktoren abschneidet, existiert bei den Bauzinsen eine recht große Spanne, die durchaus von 0,80 bis hin zu über 2,5 Prozent bei einer fünfjährigen Zinsfestschreibung betragen kann.

     

    Eigenkapital und Bonität als wichtigste Einflussfaktoren

    Die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Bauzins sind eindeutig zum einen die Bonität des Kunden und zum anderen die Eigenkapitalquote. Bei der Bonität ist es so, dass die Banken insbesondere die Schufa-Daten heranziehen sowie das aktuelle Beschäftigungsverhältnis des Kreditnehmers. Mit einem negativen Eintrag in der Schufa, beispielsweise einem Mahnbescheid oder einer eidesstattlichen Versicherung, können Sie die Baufinanzierung im Grunde bereits abhaken. Unter dieser Voraussetzung vergibt nämlich kaum eine Bank einen Immobilienkredit. Ebenfalls eine Rolle spielt die Art des Einkommens sowie das Verhältnis der Einnahmen zu den Ausgaben für die Einschätzung der Kreditwürdigkeit.

     

    Mindestens genauso wichtig wie die Bonität ist mittlerweile die Eigenkapitalquote. Hier haben die Kreditgeber ihre Ansprüche in den letzten Jahren zum Teil deutlich erhöht. War früher noch eine Eigenkapitalquote von 10 bis 15 Prozent völlig ausreichend, fordern manche Banken mittlerweile, dass das Eigenkapital mindestens 25 oder sogar 30 Prozent der Gesamtkosten ausmachen muss. Dies trifft allerdings nicht auf alle Kreditinstitute zu, sodass auch Kunden mit einer Eigenkapitalquote von beispielsweise 15 oder 20 Prozent die Möglichkeit haben, eine Baufinanzierung in Anspruch zu nehmen.

     

    Wichtig zu wissen ist jedoch, dass der Bauzins nahezu mit jedem Prozent mehr an Eigenkapital günstiger wird. Es kann demzufolge durchaus passieren, dass Sie bei einer Eigenkapitalquote von 25 Prozent einen Bauzins von 0,95 Prozent zahlen müssen, während der gleiche Kredit Sie bei einer Eigenkapitalquote von lediglich 15 Prozent beispielsweise 1,60 Prozent kosten würde.

     

     

    Weitere Einflussfaktoren: Zinsfestschreibung, Sondertilgungsoptionen und Sicherheiten

    Zu den weiteren Einflussfaktoren auf den Bauzins zählen Sicherheiten, Sondertilgungsoptionen und die Wahl der Zinsfestschreibung. Aktuell ist gut zu erkennen, dass die Höhe des Bauzinses steigt, desto länger die gewählte Zinsfestschreibungsdauer ist. Im besten Fall zahlen Sie aktuell für eine Zinsfestschreibung von fünf Jahren einen Zins von lediglich 0,80 Prozent, während die Banken für eine Zinsbindungsdauer von beispielsweise 15 Jahren durchaus Zinssätze verlangen, die nahe an der 2-Prozent-Marke liegen. Sondertilgungsoptionen können sich ebenfalls auf die Höhe der Bauzinsen auswirken, falls Sie zum Beispiel mit Ihrer Bank vereinbaren, dass Sie jährlich bis zu 5 bis 10 % der Darlehenssumme zusätzlich tilgen können. In diesem Fall veranschlagen die Banken häufig einen etwas höheren Bauzins. Sicherheiten spielen ebenfalls eine größere Rolle, insbesondere natürlich für den Teil des Immobilienkredites, der außerhalb des Beleihungswertes vergeben wird.

     

    Zusammengefasst ist festzuhalten, dass zwar oftmals noch mit niedrigen Bauzinsen von teilweise unter einem Prozent geworben wird, in der Praxis allerdings zahlreiche Kreditnehmer einen höheren Zins zahlen müssen. Der Grund sind die diversen Einflussfaktoren, insbesondere Eigenkapital und Bonität, die oft dazu führen, dass die Bank das Risiko des Kredites etwas erhöht sieht und somit einen ebenfalls höheren Bauzins verlangt.

     

     

     

     

     


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